Sep 112012
 
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Station #12: Wer vertritt meine Interessen?

Wer vertritt meine Interessen?

Künstler_innen waren seit eh und je prekarisiert. Zwar erscheint Kunst nicht selten als ein Privileg Weniger aus ,reichem Hause’, doch selbst die sind von Prekarisierung nicht ausgeschlossen. Die IG Bildende Kunst liefert mit einer Reihe an Beratungstätigkeiten ein wichtiges Auffangnetz, es ist ein Ort, an dem mit Prekarisierung konkret umgegangen wird. Dies spiegelt sich auch in den Arbeitsverhältnissen innerhalb der IG wieder, die gute Bezahlung und „richtige Anstellungen“ beinhalten. Doch selbst die spießen sich wiederum mit den Lebensrealitäten einer Angestellten, die alleinerziehenden Mutter ist: Zeit für gemeinsames Leben bleibt auf der Strecke. Was wäre, wenn nicht nur ein paar wenige Alternativschulen anders organisiert würden? Was wäre, wenn Tätigkeiten wie Kindererziehung nicht nur die Aufgabe einer Mutter und/oder eines Vaters wären? Ansätze kollektiverer Kindererziehung sind in diesem konkreten Falle von zentraler Bedeutung, doch bleiben sie angesichts derzeitig bestehender Strukturen begrenzt.