Sep 112012
 
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Station #13: Zwischen Büro und Küche

Zwischen Büro und Küche

Wo arbeite ich heute, ist jeden Morgen die erste Frage des Erzählers – An meinem prekären, da von einem „Arrangement” abhängigen Schreibtisch? Oder doch eher im Lokal, wo ich am Abend bis in die Nacht hinein in der Küche arbeite, um nahtlos vom Artikel Schreiben ins Kochen übergehen zu können? Bei der derzeitigen Anzahl ,freier’ Wissenschafter_innen scheint die Chance auf eine Fixanstellung in weite Ferne zu rücken. Unstetigkeit, räumliche Überlappungen und daraus resultierende zeitliche Verdichtungen?, sowie schlechte bis keine Bezahlung. Alles schwer bis gar nicht vereinbar mit ‚normaler’ Lohnarbeit – Alltag innerhalb prekarisierter Wissensarbeit. Darunter leiden neben politischer Tätigkeit auch jegliche Arten sozialer Beziehungen. Alternativen werden angesprochen: Es wird immer notwendiger, soziale Absicherung wie Wohnen und Versorgung kollektiv zu gestalten. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde Teil solcher (utopischer) Rahmenbedingungen sein, damit sich das Potenzial, welches in Wissensarbeit stecke, überhaupt erst entfalten könne. Das Essen würde dann auch bestimmt besser schmecken, wenn mensch nicht kochen müsse, sondern dürfe.