Sep 112012
 
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Station #4: Un-/Tätig sein dürfen

Un-/Tätig sein dürfen

Teil 1

Teil 2

Vier Leute diskutieren gemütlich im Stadtpark abhängend, die Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen mit sich bringen würde. Zentral erscheint ihnen die Entkoppelung der Anerkennung einer Tätigkeit oder deren ,Produkt’ von der eigentlichen ökonomischen Absicherung. Dabei ziehen sie ihre eigenen Lebensrealitäten heran. Der Bezug der Mindestsicherung oder eines Dissertationsstipendiums, lassen die Möglichkeiten einer solchen bedingungslosen Absicherung erahnen. Diese Formen sozialer Absicherung sind zwar keineswegs bedingungslos, ermöglichen aber zumindest teilweise, das zu tun, was jemand tun will. Es gibt so viele Arbeiten, die nicht in ein nine-to-five-System eingliederbar sind! Zum Beispiel die Aneignung und Weiterverbreitung von Wissen und Tätigkeiten im Reproduktions- und Pflegebereich, die seit jeher von Bezahlung ausgeschlossen waren und sind. Die Vier kommen außerdem überein, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen ein guter Anfang wäre, aber zusätzlich an viele andere strukturelle Veränderungen gekoppelt werden müsste.