Sep 112012
 
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Station #6: Ein Tisch voll mit Arbeit

Ein Tisch voll mit Arbeit

Ein Küchentisch in einer Privatwohnung im ,charmanten Meidling’ ist der vielfältig verwendete Arbeitstisch der vielseitigen Erzählerin: Arbeitsunterlagen für die Universität stapeln sich neben Bildern, die bearbeitet werden müssen, daneben finden produktive Diskussionen in Form von Gruppenarbeiten statt. Alles Tätigkeiten, die sie total gerne macht, die ihre Lebenskosten jedoch nicht decken. Während der Zeit, als sie die Mindestsicherung bezogen hat, fiel diese Existenzangst weg. Nun muss ihr durch Lohnarbeit entgegen gewirkt werden. Die Tatsache, dass Tag und Nacht durch eine enorme Anzahl an Tätigkeiten gefüllt sind, von denen sie nicht leben kann, erscheint als reinster Hohn. Klar, mensch müsste nicht so viel unbezahlt arbeiten, doch was ist verwerflich daran, wenn mensch all diese kreativen, ehrenamtlichen, politischen Arbeiten so gerne macht? Am Besten der Tag hätte mindestens doppelt so viele Stunden! Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde auf alle Fälle den Druck gefährdeter Existenz nehmen, den Stress könnte mensch sich dann selbst machen.